Besuch in unserem Partnertierheim in Gyula, September 2017

Fellfreunde in Ungarn

Drei Tage, die im Flug vergangenen sind. Drei Tage, gefüllt mit unendlich vielen Streicheleinheiten, tollen Gesprächen mit Ancsa und Józsi, diversen Foto-Shootings, leckeren ungarischen Gerichten (wir sagen nur: Józsis Kochkünste!) und einem Haufen unvergesslicher Momente.

Wir waren voriges Wochenende wieder einmal zu Besuch in unserem Partnertierheim in Gyula. Was wir dort erlebt haben? Das lest ihr hier.

Ungarn im Spätsommer, es ist Samstagmorgen und wir sind auf dem Weg nach Gyula. Carola, Ulrike, Anna, Roxi und Natalie sind aus Düsseldorf eingeflogen, Franzi aus Israel. Erika haben wir auf dem Weg in Ketschkemet eingesammelt und nun geht es durch Ungarns Südosten unseren Fellnasen entgegen.

Am frühen Nachmittag erreichen wir Gyula und das Tierheim. Die Begrüßung mit Ancsa und Józsi fällt wie immer herzlich aus und auch die Hunde geben vor freudiger Aufregung alles. Lautstärke: ohrenbetäubend.

Wir nehmen uns viel Zeit und begrüßen sie alle: die süßen Neuzugänge Tarzan und Jane, die wilde Welpenbande (ganze 11 Flauschnasen!), die kleine Mini-Törpe, die erst zwei Tage zuvor im Tierheim abgegeben wurde, aber auch unsere alten Bekannten – “Oma” Tami, Bleki und Volti, Ella und Cindy, den kleinen Lee oder Morgos, die Königin des Tierheims, wie wir sie nennen, und viele mehr.

Fellfreunde in Ungarn

Am Abend dürfen wir in Ancsas und Józsis Wochenendhaus Józsis Kochkünste genießen und haben die Gelegenheit uns ausgiebig auszutauschen (Erika übersetzt). Bis spät in den Abend sitzen wir so zusammen.

Fellfreunde in Ungarn

Fellfreunde in Ungarn

Am nächsten Morgen geht es wieder früh aus den Federn, um 9 Uhr sind wir bereits zurück im Tierheim und machen uns an die Arbeit. Ulrike und Anna haben ihre Kameras im Gepäck, um aktuelle Fotos von den Hunden zu schießen.

Wir anderen assistieren und machen uns mit lustigen Geräuschen und Armwedeleien nützlich, um die Aufmerksamkeit unserer “Models” auf uns zu ziehen – wir geben alles für’s perfekte Foto.

Fellfreunde in Ungarn

Die Models amüsieren sich wahrscheinlich köstlich bei unserem Anblick – jedenfalls machen sie einen super Job und wir alle haben eine Menge Spaß.

Zwischendurch gibt es immer wieder ganz viele Streicheleinheiten für die restlichen Hunde und tolle Gespräche untereinander. Wir besprechen kommende Projekte, planen die Weihnachtszeit und denken uns viele Ideen aus, um künftig noch mehr Aufmerksamkeit für unsere Hunde zu erhalten.

Denn zu tun gibt es noch so Einiges: Besonders benötigt werden vor allem neue Zwinger sowie Material zur Erneuerung der alten Zwinger-Elemente. Einige der alten Zwinger sind stark verrostet und müssten dringend ausgetauscht werden.

Und auch neue Hütten würden wir gerne anschaffen. Im Winter rutschen die Temperaturen in Gyula stark in die Minusgerade, -20 Grad sind keine Seltenheit. Damit die Hunde vor Schnee und Kälte geschützt sind, planen wir die Anschaffung von so genannten Dogloos, Kunststoff-Iglu-Hundehütten, in denen die Hunde vor den Temperaturen Schutz finden können.

Außerdem besprechen wir, wie wir die Hunde, die Ancsa aus der Tötung aufgenommen hatten, am besten finanziell versorgen können. Für sie entstehen teils hohe Pensionskosten, da sie zunächst in Quarantäne müssen, bevor sie ins Tierheim kommen dürfen.

Man merkt – unsere Liste ist lang und Gesprächsstoff und Planungsbedarf gehen uns bei weitem nicht aus.

Fellfreunde in Ungarn

Am Nachmittag erreicht uns – Erika hatte es vorausgesagt – eine dicke Regenfront und nachdem wir zunächst noch tapfer im Platzregen ausharren, packen wir nach einer Stunde enttäuscht unsere Sachen.

Abends hat sich der Regen schließlich verzogen und mit ihm auch unsere Enttäuschung. Gemeinsam mit Ancsa streifen wir durch Gyula und kehren zum Abendessen in einem typisch ungarischen Restaurant ein, um uns für unseren letzten Tag zu stärken.

Fellfreunde in Ungarn

Am Montag öffnen sich für uns dann schon um 8 Uhr die Pforten des Tierheims. Wir haben noch einiges vor und geben mit den Fotoshootings (und auch mit den letzten Spiel- und Streicheleinheiten) Vollgas. Am frühen Nachmittag steht nämlich bereits die Heimfahrt auf dem Programm. Die Tage sind so schnell verflogen, wir können es selbst kaum glauben.

Erfüllt von den Ereignissen des Wochenendes geht es nun für uns alle über Budapest zurück nachhause. Im Gepäck haben wir einen Haufen toller Erinnerungen und ganz viel Motivation für die anstehenden Projekte.

Fellfreunde in Ungarn

Denn: So viele tolle Hunde warten in Gyula auf ein Zuhause: der schöne (und soo verschmuste) Miki, „Oma“ Tami, der kleine Flitzer Ali, unser einäugige „Pirat“ Lee, die wilde Welpenbande und viele, viele mehr.

Ihnen allen haben wir am Wochenende versprochen: Wir geben unser Bestes, damit ihr ein liebevolles Zuhause findet!

Fellfreunde in Ungarn